Viele Unternehmen verlassen sich bei ihrer Absatzplanung noch immer auf historische Verkaufsdaten. Was wurde im letzten Jahr verkauft? Wie sahen die letzten Monate aus? Welche saisonalen Muster lassen sich erkennen? Diese Informationen bilden zweifellos eine wichtige Grundlage für Forecasts. Doch sie beantworten nur eine Frage:
Was ist in der Vergangenheit passiert?
Sie beantworten jedoch nicht, warum sich die Nachfrage verändert oder was in Zukunft passieren wird. Genau deshalb stoßen klassische Forecast-Modelle heute zunehmend an ihre Grenzen. Insbesondere in der FMCG-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie verändern sich Märkte schneller als jemals zuvor. Wetter, Handelsaktionen, Social-Media-Trends oder ein verändertes Konsumentenverhalten können die Nachfrage innerhalb weniger Tage deutlich beeinflussen, lange bevor sich diese Veränderungen in den Verkaufszahlen widerspiegeln.
Warum historische Verkaufsdaten häufig nicht ausreichen
Historische Verkaufszahlen sind ein Blick in den Rückspiegel. Sie zeigen, welche Nachfrage bereits entstanden ist, nicht jedoch, welche Nachfrage sich aktuell entwickelt. Das wird besonders deutlich bei Produkten, deren Absatz von externen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören beispielsweise:
● Wetterentwicklungen
● Feiertage
● Handelsaktionen
● regionale Veranstaltungen
● Preisänderungen
● Suchverhalten im Internet
● saisonale Trends
● veränderte Konsumgewohnheiten
Ein klassisches Forecast-Modell erkennt diese Veränderungen meist erst dann, wenn sie bereits in den Verkaufszahlen sichtbar sind. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch häufig zu spät, um Produktion, Einkauf oder Bestände optimal anzupassen.
Ein Praxisbeispiel: Als Google Trends den Forecast bestätigte
Ein Getränkehersteller erhielt von Optiwiser einen Forecast, der für eine bestimmte Produktlinie deutliche Nachfragespitzen prognostizierte. Für das Planungsteam war diese
Prognose zunächst nicht nachvollziehbar. Weder die historischen Verkaufszahlen noch saisonale Muster oder geplante Promotionen deuteten auf einen solchen Anstieg hin. Der Forecast schien auf den ersten Blick falsch zu sein. Was das KI-Modell jedoch erkannt hatte, war ein Signal außerhalb des ERP-Systems: Das Suchinteresse nach Kombucha stieg bei Google bereits deutlich an, Wochen bevor sich diese Entwicklung in den Bestellungen des Unternehmens widerspiegelte. Kurze Zeit später bestätigte der Markt genau diese Entwicklung. Die Nachfrage stieg wie prognostiziert.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass relevante Informationen häufig außerhalb der klassischen Unternehmensdaten entstehen.
Nicht jede Information verbessert einen Forecast
Ein häufiger Irrtum lautet: Je mehr Daten, desto besser der Forecast. In der Praxis ist das jedoch nicht der Fall. Moderne KI bewertet automatisch, welche Einflussfaktoren tatsächlich einen messbaren Beitrag zur Prognosequalität leisten. Nur diese Signale fließen dauerhaft in das Modell ein.
Bei einem Kundenportfolio zeigte sich beispielsweise:
● Google Trends erklärte rund 21 % der verbesserten Forecast-Qualität.
● Wetterdaten lieferten dagegen lediglich etwa 10 % zusätzlichen Erklärungswert.
Welche externen Faktoren relevant sind, hängt also immer vom jeweiligen Produkt, Vertriebskanal und Markt ab. Genau diese individuelle Bewertung übernimmt die KI automatisch.
ERP-Systeme kennen Ihre Vergangenheit, aber nicht den Markt
ERP-Systeme liefern wertvolle Informationen über:
● Verkäufe
● Lagerbestände
● Aufträge
● Produktionsdaten
● Einkaufsdaten
Sie kennen jedoch nicht, was außerhalb des Unternehmens passiert. Sie wissen beispielsweise nicht,
● welche Produkte aktuell besonders häufig gesucht werden,
● wie sich das Wetter auf den Absatz auswirkt,
● welche Trends Verbraucher beschäftigen,
● oder welche Ereignisse die Nachfrage in den kommenden Wochen beeinflussen werden.
Genau diese externen Signale entscheiden jedoch häufig darüber, ob ein Forecast präzise ist oder nicht.
Wie KI Forecasts intelligenter macht
KI-gestützte Forecasting-Lösungen kombinieren interne Unternehmensdaten mit externen Einflussfaktoren und bewerten deren Relevanz automatisch. Anstatt ausschließlich historische Verkaufszahlen auszuwerten, analysiert die KI beispielsweise:
● Suchtrends
● Wetterprognosen
● Feiertage
● Promotionen
● regionale Ereignisse
● Preisentwicklungen
● saisonale Muster
Die Modelle lernen kontinuierlich aus neuen Daten und passen sich automatisch an veränderte Marktbedingungen an. Dadurch entstehen Forecasts, die dynamischer und deutlich robuster sind als klassische Prognosen.
Wie Optiwiser Unternehmen unterstützt
Optiwiser entwickelt KI-gestützte Forecasting-Lösungen speziell für Unternehmen der FMCG-, Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie. Die Plattform verbindet historische Unternehmensdaten mit externen Marktsignalen und bewertet automatisch, welche Faktoren die Nachfrage tatsächlich beeinflussen. Nur relevante Variablen fließen dauerhaft in die Prognosemodelle ein.
In Benchmark-Projekten erreichen die Modelle von Optiwiser eine 21 bis 45 % höhere Forecast Accuracy als die bisherigen Unternehmensprognosen, gemessen im laufenden Betrieb und nicht unter Laborbedingungen. Damit erhalten Unternehmen Forecasts, die Einkauf, Produktion und Bestandsplanung auf eine deutlich zuverlässigere Grundlage stellen.
Gute Forecasts entstehen nicht nur aus historischen Daten
Historische Verkaufszahlen bleiben ein wichtiger Bestandteil jeder Planung. Sie erzählen jedoch nur einen Teil der Geschichte. Wer die Nachfrage präzise prognostizieren möchte, muss auch verstehen, welche externen Faktoren den Markt beeinflussen und welche davon tatsächlich relevant sind. Moderne KI erkennt diese Zusammenhänge automatisch und hilft Unternehmen dabei, Forecasts kontinuierlich zu verbessern. So entstehen
planungsentscheidungen, die nicht nur auf der Vergangenheit basieren, sondern zukünftige Entwicklungen frühzeitig berücksichtigen.
Wissen Sie, welche Signale Ihre Nachfrage beeinflussen?
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